Shaolin (chinesisch 少林, Pinyin Shàolín) ist der Name eines buddhistischen Mönchsordens in China und seiner Mitglieder. Ebenso bezeichnet Shaolin das Ursprungskloster des Ordens, das am Berg Songshan im Ort Dengfeng in der Provinz Henan im Herzen Chinas liegt. Es ist berühmt für seinen Kampfkunststil 少林拳(Shàolínquán, „Faust der Shaolin“), besser bekannt als „Shaolin Kung Fu“. Das Kloster gilt außerdem als die Geburtsstätte des historischen Chan-Buddhismus, des Vorläufers des Zen (kor. Seon, viet. Thien, sanskrit Dhyana).

Den Namen Shaolin-Tempel (chinesisch 少林寺, Pinyin Shàolín Sì) tragen daneben auch eine Reihe anderer Klöster in der Volksrepublik China, Korea (Sorim), Indochina und Japan (Shorinji).

Im Westen sind der Orden und das Kloster vor allem durch die Filmgestalt des Mönchs „Kwai Chang Caine“ (gespielt von David Carradine) aus der in den 1970er Jahren entstandenen Fernsehserie Kung Fu und aus zahlreichen weiteren Eastern bekannt geworden, auch wenn die Darstellung der Mönche in der Regel nicht viel mit der Realität zu tun hat. Bekannt geworden sind auch verschiedene „Shaolin“-Showgruppen, die mit ihren akrobatischen Leistungen und beeindruckenden Fähigkeiten durch viele Länder touren, obwohl in der Show vor allem modernes Wushu und ästhetische Showeinlagen von eigens dafür engagierten Darstellern demonstriert werden, die wenig mit den Mönchen des Klosters zu tun haben.

Der Orden der Shaolin hat in den 1980er Jahren in China und im Westen eine Reihe von Tempeln wieder in Betrieb genommen bzw. gegründet. Er versteht sich als Schule des Chan-Buddhismus; die Kampfkunst gilt dabei als Teil der buddhistischen Praxis.

Quelle: Wikipedia

Der Ursprung von Shaolin Kung Fu und unserem Stil:

Als der buddhistische Patriarch Bodhidharma ca. 500 n. Chr. nach China geschickt wurde um die Lehre des Buddha zu verbreiten kam er nach einem Treffen mit dem Kaiser, der ihn aus dem Palast werfen ließ, in den Shaolin-Tempel (zu Deutsch „Junger Wald“) in Henan. Dort fand er die Mönche geschwächt und energielos vor. Viele von ihnen schliefen während der Meditation – dem Weg zur Erleuchtung – ein.

Nachdem er neun Jahre in einer Höhle und weitere Jahre in einem eigens für ihn errichteten Tempel schweigend und meditierend verbracht hatte, lehrte er die Mönche die ersten Qi Gong-Übungen, die 18 Lohan Hände um sie für die Meditation fit zu machen und ihre Energie, ihr Chi, zu stärken.

Der Shaolin-Tempel und die wandernden Mönche wurde oft von wilden Tieren und Räubern heimgesucht. So entwickelten sich Kampftechniken, die ausschließlich zur Selbstverteidigung angewandt werden durften. Mit der Zeit wurde der Tempel zum Treffpunkt für Kampfkunstexperten aus ganz China um Quan Fa (Chuan Fa; Weg der Faust), wie Kung Fu in China genannt wurde, zu praktizierten und weiterzuentwickeln. Viele erfolgreiche Generäle verbrachten einige Zeit im Tempel, um ihre Kampfkunst zu perfektionieren.
Unter dem Patriarchen Fu Yu wurden die vielen Kampf- und Selbstverteidigungstechniken systematisiert. Mit Shaolin Quan (Shaolin Chuan) war das erste Kampkunst-System geboren, welches die Grundlage für die meisten asiatischen Kampfkünste bildete.

Da der Shaolin-Tempel im Laufe der Geschichte oft von den Regierungen zerstört wurde, bildete sich ein weiterer Tempel in der Provinz Fujian im Süden Chinas, um die Kampfkunst und die Lehre Buddhas vor der Ausrottung zu schützen und weiter zu verbreiten. Viele Mönche des südlichen Tempels konnten bei späteren Zerstörungen in angrenzende Nachbarländer fliehen und so das Wissen schützen und in die Welt tragen, während der Großteil der Mönche des nördlichen Tempels verfolgt und getötet wurde. Dadurch sind die südlichen Shaolin-Stile bis heute gut erhalten und unvermischt, während im heute wieder aufgebauten Tempel in Henan und in den Schulen rundherum hauptsächlich Wushu, der chinesische Nationalsport, der mehr zur artistischen Demonstration als zum Kampf geeignet ist, praktiziert wird.

Unser Stil Tee Kuo Siauw Lim Kung Fu (Deutschland Shaolin Kung Fu) wurde vom indonesischen Großmeister Bambang Tanuwikarja entwickelt und hat seine Wurzeln im traditionellen, chinesischen Hokian Siauw Lim Kung Fu aus Fujian im Süden Chinas. Es wird vor allem auf starke Arm- und Handtechniken wert gelegt und auf einen kräftigen Stand. Unser Meister Wolf wurde durch Großmeister Bambang in der Kung Fu Academy Berlin ausgebildet.

Obwohl in Shaolin der Chan Buddhismus (Zen) entstanden ist und gelehrt wurde, konnten auch Taoisten, Konfuzianer, Christen und Muslime dort praktizieren und sich spirituell weiterentwickeln. Auch unsere Schule ist für alle Religionen offen. Die Meditationspraktiken sind religionsfrei und unterstützen die spirituelle Entwicklung jeder Art und Herkunft.